news.png

What people say...

When was the last time you drank the water you swim in?  Ronnie Kirschke

You wonder why you`ve ever lived in any other place, Marc

My team called “Family” has never been more balanced and healthy. Wife and Mother of 2.

Handelsblatt, 19.05.2009 (Link zum Original Artikel)

Britische Spitzenverdiener gehen in die Schweiz, der Steuer wegen. Die Londoner City verliert an Bedeutung. Der Ruf der Schweiz als Zufluchtsort für Steuerflüchtlinge dagegen hat durch die aktuelle Debatte über das Bankgeheimnis offenbar kaum gelitten.

ZÜRICH/LONDON. Nach einer Studie der Beratungsfirma Scorpio ist die Alpenrepublik für die "mobilen Reichen" dieser Welt noch vor London der attraktivste Standort. So sind es derzeit vor allem britische Spitzenverdiener aus der Finanzbranche, die über einen Umzug in die Berge nachdenken. Plant die Regierung an der Themse doch, die Wohlhabenden ab 2010 mit einem Spitzensteuersatz von 50 Prozent zu schröpfen.

Die Ergebnisse der Studie sind Balsam für die geplagte Seele der Eidgenossen. Grassiert doch in Zürich die Angst, der Finanzplatz könnte durch die geplante Lockerung des Bankgeheimnisses dauerhaft Schaden nehmen. Dabei wird allerdings häufig übersehen, dass das Bankgeheimnis nur für im Ausland lebende Bankkunden gelockert wird. Wer in der Schweiz seinen Wohnsitz hat, kann weiterhin auf niedrige Steuersätze und Verschwiegenheit der Banker bauen.

Der Lockruf aus den Alpen trifft in London auf offene Ohren. Crispin Odey, einer der prominentesten Londonder Hedge-Fonds-Manager, findet deutliche Worte: "Die britische Regierung ist nicht daran interessiert, London als Finanzzentrum zu erhalten", schimpft der Finanzier und fügt hinzu: "Jeder denkt darüber nach, die Stadt zu verlassen." Odey gehört zu einer Gruppe prominenter Manager, die damit drohen, dem Finanzplatz an der Themse den Rücken zu kehren. Guy Hands, der Chef der Beteiligungsgesellschaft Terra Firma, hat bereits ernst gemacht. Hands hat seinen Wohnsitz in die Steueroase Guernsey verlegt, wo seine Firma seit längerem ihren Sitz hat. Der Finanzier Hugh Osmond hat in der Schweiz ein neues Domizil gefunden. Auch Michael Gooch, Chef der US-Finanzfirma GFI in England, soll darüber nachdenken, von der Themse in die Alpenrepublik zu ziehen.

Die Londoner Finanzszene musste in den vergangenen Wochen einen schmerzhaften Doppelschlag hinnehmen, der am Ende jeden vierten Hedge-Fonds aus der City und aus der EU vertreiben könnte, warnt die Beratungsgesellschaft Kinetic Partners. Neben der Erhöhung des Spitzensteuersatzes in Großbritannien sorgt der jüngste Gesetzentwurf der Europäischen Union zur Überwachung von alternativen Investments wie Hedge-Fonds und Private Equity in der City für blankes Entsetzen. Der Vorschlag sieht unter anderem eine Meldepflicht für die Fonds, Verschuldungsgrenzen und eine Mindestkapitalausstattung vor.

Jede Maßnahme alleine wäre schon schlimm genug", meint Antonio Borges, Vorsitzender des Londoner Hedge Fund Standards Board. Zusammen könnten höhere Steuern und strengere Regulierung zu einem regelgerechten Exodus führen, fürchtet der Lobbyist. Das würde den Finanzplatz London hart treffen, denn dort werden 80 Prozent des europäischen Hedge-Fonds-Geldes und 60 Prozent des Vermögens der europäischen Beteiligungsgesellschaften verwaltet.

Auf diese Chance hat die Schweiz nur gewartet. Bereits im September schlug der sogenannte Steuerungsausschuss Dialog Finanzplatz Schweiz vor, die Steuersätze für Hedge-Fonds und Private-Equity-Gesellschaften auf das Niveau von London und New York zu drücken. Demnach sollen die Gewinne der Finanzakrobaten künftig nur noch mit 15 bis 20 Prozent besteuert werden. Bisher sind es bis zu 50 Prozent. Während London und New York die Steuerschraube für die alternativen Investmentmanager anziehen wollen, lockern die Eidgenossen den Griff des Finanzamts. Umgesetzt ist das Vorhaben allerdings noch nicht. Hinzu kommt, dass die Schweiz außerhalb der EU eine Fluchtburg vor den neuen Regulierungen aus Brüssel bieten kann.

Unterschiede

Steuern: Während bei Londoner Finanzmanagern der Unmut über die kräftige Erhöhung des Spitzensteuersatzes hochkocht, wollen die Schweizer die Abgabenlast insbesondere für Manager von Hedge-Fonds und privaten Beteiligungsgesellschaften senken.

Regulierung: Die EU will als Reaktion auf die Krise Hedge-Fonds stärker an die Kette legen. Die Branche befürchtet staatliche Eingriffe in ihre Investitionsfreiheit. Die Schweiz ist kein EU-Mitglied und kann den Hedge-Fonds eine neue Heimat bieten. Allerdings können und wollen sich auch die Eidgenossen nicht komplett von strengeren Auflagen für die Akteure auf den Finanzmärkten abkoppeln. So sind etwa die Kapitalanforderungen für Schweizer Banken höher als im restlichen Europa.

Feusi + Partner

Feusi + PartnerFeusi + Partner AG Architects with many fields of activity as modern office buildings, restructuring, housing projects

Finanzinformatik IT

Finanzinformatik ITWe are a team of IT-Specialists with longstanding experience in the financial industry

Canton Schwyz

Kanton SchwyzWelcome to the attractive and versatile business and living area of the Canton of Schwyz!

Go to top